Die WHO hat den anhaltenden Gelbfieberausbruch in Angola als ein „serious public health“ Problem eingestuft. Es besteht ein hohes Risiko der Weiterverbreitung in die Nachbarländer sowie international. Derzeit bestünde aber noch nicht der Status für eine „Gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ (public health emergency of international concern – PHEIC) wie es für Zika erklärt wurde. Trotz grosser Impfkampagnen in Angola persistieren lokale Transmissionen mit Verbreitung in weitere Provinzen. Seit Dezember 2015 wurden landesweit über 2400 Verdachtsfälle (736 im Labor bestätigt) registriert, die Mehrzahl in und um die Hauptstadt Luanda. Exporte fanden in die D.R. Kongo (42 Fälle), Kenia (2 Fälle) und China (11 Fälle) statt sowie Mauretanien (1 Fall) und Namibia (1 Fall) (siehe auch frühere Tropimed News). In der D.R. Kongo wurden bereits auch lokal erworbene Gelbfieberfälle festgestellt. Es gibt jedoch keinen Zusammenhang mit dem Gelbfieberausbruch in Uganda (bis 19.5.2016: 60 Verdachtsfälle) oder mit Südamerika (Peru, Brasilien).

Folgen für Reisende: Je nach Reisedestination in Afrika ist eine Gelbfieberimpfung empfohlen. Eine Gelbfieberimpfung für Angola, D.R. Kongo und Uganda muss zwingend durchgeführt werden und ist bei Einreise obligatorisch.

(Quelle: tropimed.com)