Hepatitis A

Erreger und Übertragung

Hepatitis A ist eine infektiöse Leberentzündung, die durch das Hepatitis-A-Virus ausgelöst wird. Das Virus vermehrt sich in der menschlichen Leber und wird durch den Darm ausgeschieden. Entsprechend verläuft der Infektionsweg über mit Kot verunreinigtem Trinkwasser oder kontaminierten Lebensmitteln. Mit Fäkalien verunreinigte Muscheln und Gemüse können Quelle einer Infektion sein. Die Infektion kann auch bei oral-analem Kontakt und beim Gebrauch von Injektionsspritzen übertragen werden.

Krankheitsbild

15-50 Tage nach der Ansteckung beginnt eine klassische Hepatitis A mit Fieber, Müdigkeit, Übelkeit und Bauchschmerzen. Wenige Tage später tritt eine Gelbfärbung von Haut, Schleimhäuten und Lederhaut des Auges auf, der Urin wird dunkel und der Stuhl hell. Die Krankheitsdauer beträgt von 1-2 Wochen bis zu mehr als 6 Monaten, doch wird sie nie chronisch. Normalerweise tritt eine Spontanheilung ein. Zu kritischer Einschränkung der Leberfunktion kann es bei Patienten mit vorgeschädigter Leber kommen (Fulminante Hepatitis). Bei Kleinkindern verläuft die Infektion meist sehr milde.

Verbreitung und Häufigkeit

Das Virus kommt weltweit vor, jedoch gehäuft in Gegenden mit schlechten hygienischen Bedingungen (Lateinamerika, Karibik, Afrika, Asien, osteuropäische Länder). In der Schweiz treten jährlich 100 bis 150 Fälle von Hepatitis A auf, die hauptsächlich nach einer Reise in ein Risikogebiet auftreten. Die am meisten betroffenen Altersgruppen von Hepatitis A Erkrankungen sind die 35- bis 55-Jährigen beiderlei Geschlechts.

Vorbeugung

Vorbeugen lässt sich einer Infektion mit einer Impfung vor einer Reise in ein Risikogebiet sowie in bestimmten Risikosituationen und durch das Beachten einer guten persönlichen Hygiene. Dazu gehören in gefährdeten Gebieten auch das Meiden von nicht abgekochtem Wasser, das Schälen von Obst und der Verzicht auf rohe Schalentiere aus dem Meer.

Quelle: Bundesamt für Gesundheit (BAG)