Starrkrampf / Tetanus

Erreger und Übertragung

Tetanus, auch Wundstarrkrampf genannt, ist eine lebensgefährliche Infektionskrankheit, die durch ein Bakterium namens Clostridium tetani ausgelöst wird. Die resistenten Sporen des Bakteriums kommen nahezu überall vor, auch im Straßenstaub oder in der Gartenerde. Dringen sie in Wunden ein, können sie sich gut vermehren und bilden ein Gift, das die muskelsteuernden Nervenzellen befällt und schädigt, und dadurch die typischen Lähmungen und Muskelkrämpfe verursacht. Eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch erfolgt nicht.

Krankheitsbild

3-21 Tage nach der Ansteckung, manchmal auch erst Monate später, treten zuerst grippeähnliche Symptome auf. Es folgt ein Spannungsgefühl im Wundgebiet und im Bauch. Die äusserst schmerzhaften Verkrampfungen beginnen bei der mimischen Gesichtsmuskulatur, greifen auf die Rumpfmuskulatur über und können auch Arme und Beine befallen. Später gehen die Verkrampfungen in zuckende Muskelkrämpfe über, die so stark sein können, dass es zu Wirbelsäulenbrüchen kommen kann. Kreislaufprobleme und Atemstillstand sind verantwortlich für die, trotz modernster Intensivpflege, hohe Sterblichkeit von zirka 10 %.

Verbreitung und Häufigkeit

Starrkrampf kommt weltweit vor, in Industrieländern jedoch dank Impfung nur noch selten. Dem Bundesamt für Gesundheit werden jährlich ein bis zwei Fälle gemeldet.

Vorbeugung

Zur Vorbeugung steht eine Impfung zur Verfügung, die einzeln oder kombiniert mit derjenigen gegen Diphtherie, Keuchhusten, Poliomyelitis, Haemophilus influenzae Typ B verabreicht wird. Empfohlen wird die Impfung je einmal im Alter von 2, 4 und 6 Monaten, zwischen 1½-2 Jahren, zwischen 4 und 7 Jahren und zwischen 11 und 15 Jahren. Alle 10 Jahre sollte eine Auffrischimpfung erfolgen.

Bundesamt für Gesundheit (BAG)