Malaria

Malaria ist eine durch einzellige Blutparasiten, sogenannte Plasmodien, verursachte fieberhafte Tropenkrankheit. Weibliche Stechmücken der Gattung „Anopheles“ übertragen in der Zeit zwischen Abenddämmerung und Sonnenaufgang durch ihren Stich die Malariaerreger. Symptome einer Malaria treten frühestens 6 Tage nach dem infektiösen Stich auf. Es kann aber auch Wochen oder Monate dauern, bis die Krankheit ausbricht. Die Malaria sieht zunächst aus wie eine Grippe mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, eventuell auch Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Ohne adäquate Behandlung kann eine Malaria schnell lebensgefährlich werden und zu schweren Komplikationen bis zum Koma oder Tod führen.

Bei grippeähnlichen Symptomen während oder nach einer Reise in einem Malariagebiet muss immer eine Malaria ausgeschlossen bzw. rasch behandelt werden.

Die wichtigste Massnahme gegen Malaria ist die Vorbeugung (=Prophylaxe):

  1. Durch den konsequenten Schutz vor Mückenstichen senken Sie das Risiko einer Ansteckung.
    • Tragen Sie helle, weite und körperbedeckende Kleidung. Einen zusätzlichen Schutz vermittelt die Imprägnierung der Kleider mit einem Insektizid wie NoBite®.
    • Verwenden Sie auf der nicht bedeckten Haut mückenabstossende Mittel (Repellentien) wie Parazeet®, Antibrumm forte®, Nobite Extreme®, etc.
    • Schlafen Sie unter einem intakten Moskitonetz oder in einem Raum mit Klimaanlage und Mückengittern vor den Fenstern.
    • Verwenden Sie im Schlafraum zusätzlich Räucherspiralen oder Insektizidverdampfer.
  2. In Regionen mit hohem Malariarisiko (z.B. Afrika südlich der Sahara) wird die vorbeugende Einnahme eines Malariamedikaments empfohlen.
    • Das für Sie geeignetste Medikament wird Ihnen nach der individuellen Beratung verschrieben. Halten Sie sich unbedingt an die Einnahmevorschriften.
  3. In Regionen mit geringerem Risiko für Malaria wird meist eine Notfallselbstbehandlung empfohlen.
    • Beim Auftreten von Fieber über 37.5° mit grippeähnlichen Symptomen mindestens 6 Tage nach der Einreise in ein Malariagebiet sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Nach erfolgtem Test auf Malaria wird die Behandlung festgelegt. Falls Sie innerhalb von24 Stunden keinen Arzt finden, behandeln Sie sich selbst mit dem mitgeführten Malarianotfallmedikament.


Fieber nach der Reise:

Auch Wochen oder Monate nach Aufenthalt in einem Malariagebiet, soll bei der Abklärung von Fieber nach der Rückkehr stets an die Malaria gedacht werden. Informieren Sie Ihren Arzt über ihre Reise, damit die Möglichkeit einer Malaria als Ursache nicht verpasst wird.

Nicht jedes Fieber nach Tropenaufenthalt bedeutet Malaria. Es gibt auch diverse Viren, welche durch Mücken übertragen werden, welche ebenfalls zu grippeartigen Beschwerden führen können. (s. auch Gelbfieber, Denguefieber, Japanische Encephalitis, West Nile Fieber, Chikungunya Fieber, ua.)