Grippewelle 2017/2018

Rechtzeitig auf die Festtage hin ist die Grippewelle in der Schweiz angerollt. Am meisten betroffen ist bis jetzt die Altersgruppe der 0 - 4-jährigen Kinder. Die ganze Schweiz ist mittlerweile heimgesucht, am wenigsten die Kantone GR und TI.

Weltweit nehmen saisonale Grippetodesfälle zu: WHO-Schätzungen zufolge sterben jährlich bis zu 650’000 Personen an mit Influenza assoziierten respiratorischen Erkrankungen. Zu den grössten Grippe-assoziierten Risikogebieten wird Sub-Sahara Afrika gezählt, gefolgt von östlich-mediterranen Regionen und Südostasien.

Typische Symptome für eine Grippe sind plötzlich auftretendes hohes Fieber (>38 °C), Schüttelfrost, Husten, Hals- und Schluckweh, Kopfschmerzen, Schmerzen in Muskeln und Gelenken, aber auch Schnupfen, Schwindelgefühl und Appetitverlust. Bei Kindern können zudem Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auftreten, bei älteren Personen kann Fieber fehlen. Eine Grippe kann bis zu zwei Wochen dauern. Eine Grippeerkrankung kann relativ mild und komplikationslos verlaufen und wird dann oft mit einer Erkältung verwechselt.

Im Gegensatz zu anderen viralen Erkältungskrankheiten kann die "richtige" Grippe (Influenza) jedoch zu zahlreichen Komplikationen führen. Hals-, Nasennebenhöhlen- und Mittelohr-Entzündungen, eine Lungen- oder Herzmuskelentzündung oder neurologische Komplikationen können durch die Influenzaviren selbst oder durch eine bakterielle Sekundärinfektion entstehen.

Das Risiko von schweren Komplikationen ist bei Schwangeren, Frühgeborenen, Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen und bei älteren Personen deutlich erhöht. In seltenen Fällen können diese auch jüngere, bislang gesunde Menschen betreffen.

Die Behandlung richtet sich nach den Symptomen: Schmerz/Fiebermittel wie Paracetamol oder Aspirin kombiniert mit genügend Flüssigkeit und der nötigen Ruhe. Bei einer unkomplizierten Grippe braucht es in der Regel keinen Arztbesuch.

Konsequente hygienische Massnahmen wie Händewaschen, Benutzen von Wegwerftaschentüchern, Husten und Niesen in die Armbeuge, Vermeiden von Kontakten (wer eine Grippe hat, bleibt zu Hause!), etc. können der Grippe vorbeugen. Für die Grippeimpfung ist es nie zu spät, sofern man im Umfeld noch nicht von der Grippe bereits behelligt worden ist.