Gemäss der Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus ist es Gesundheitseinrichtungen verboten, nicht dringend angezeigte medizinische Untersuchungen, Behandlungen und Therapien (Eingriffe) durchzuführen. Was heisst das für die Reisemedizin?

Reisemedizinische Beratungen gehören nicht zu den dringlichen medizinischen Leistungen und müssen verschoben werden. Ausnahmen bestehen bei dringenden Reisen in Gebiete mit Impfvorschriften, zum Beispiel obligatorische Gelbfieberimpfung für Länder Afrikas oder Südamerikas.

Während nicht dringende Auffrischimpfungen (Diphtherie, Tetanus, Hepatitis A usw.) warten können, ist es durchaus gerechtfertigt, gegen ein saisonal aktuelles (Frühjahr-Sommer) Risiko zu impfen! Es besteht keine Gefahr einer Interaktion zwischen Impfung und Infektion, so dass man ohne Sorge um eine mögliche SARS-CoV-2-Ansteckung impfen kann - auch wenn bei bekannter Ansteckung die Quarantäne eine Verschiebung der Impfung um 2 Wochen rechtfertigt.