Obwohl die Evidenz limitiert ist, so gehen Experten der Reisemedizin davon aus, dass spezielle Personengruppen gegenüber Standardtouristen von zusätzlichen Präventionsmaßnahmen zum Schutz einer Malariaerkrankung profitieren können. In gewissen Gebieten mit lokal erhöhter Malariainzidenz, empfiehlt das Schweizerische Expertenkomitee für Reisemedizin daher für folgende Risikopersonen eine medikamentöse Prophylaxe in Betracht zu ziehen (individuelle Risiko-Nutzen-Abwägung): 1. Reisende, die ein erhöhtes Expositionsrisiko und damit ein höheres Risiko für Malaria haben, an einer Malaria zu erkranken, wie z. B. Reisende in entlegene Gebiete (mit Übernachtungen) Langzeitreisende >3 Monate Personen, welche Freunde und Verwandte ("visiting friends and relatives") in ihrem Ursprungsland (vor allem ländliche Gebiete) besuchen 2. Reisende, die aufgrund von individuellen Risikofaktoren ernsten Komplikationen durch eine Malariaerkrankung ausgesetzt sind, wie z. B. Schwangere Personen (insbesondere Senioren) mit komplexer/ klinisch relevanter Komborbidität.

Quelle Tropimed ®